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Plantbased August – vegan und umweltschonend #plantbasedaugust

So oft hört man: eine vegane Ernährung kann den Klimawandel beeinflussen. Doch warum ist das so?

Im Februar 2019 ist ein umfangreicher Bericht der Oxford University und dem Swiss Agricultural Research Institute erschienen, besser gesagt eine umfangreiche Datenbank über die Umweltauswirkungen von den 40 wichtigsten Lebensmitteln. Für diese Studie wurden 40.000 landwirtschaftlichen Betriebe, sowie 1.600 Verarbeiter, Verpackungsarten und Einzelhändler untersucht. Es wurde nicht nur herausgefunden, dass es große Unterschiede in der Umweltbelastung zwischen den Herstellern des gleichen Produktes gibt, sondern dass es auch auf die Produktart ankommt.

Die Rindfleischproduktion erzeugt bis zu 105kg CO2 und braucht 370m2 Land für nur 100g Eiweiß, während Bohnen, Erbsen und andere pflanzliche Proteine nur 0,3kg CO2 erzeugen (einschließlich Verarbeitung, Verpackung und Transport) und nur 1m2 Land pro 100g Protein verbrauchen.

Noch ein Ergebnis der Studie: Die Auswirkungen können zwischen den Herstellern desselben Produkts um das 50-fache variieren. Einen Blick auf die Verpackung zu werfen, ob z.B. ein Produkt schon einmal um die Welt gereist ist hat also auch einen Einfluss auf die Umweltbelastung. Am auffälligsten ist, dass die Auswirkungen der tierischen Produkte die von pflanzlichen Ersatzstoffen erheblich übertreffen.

A vegan diet is probably the single biggest way to reduce your impact on planet Earth, not just greenhouse gases, but global acidification, eutrophication, land use and water use.

Joseph Poore

Ich habe ein Interview von dem Autor gehört, wo er auf den CO2 Verbrauch der einzelnen Produkte verweist, also wie viel CO2 bei der Herstellung erzeugt wurde. Man kann sich das so vorstellen, wie die Energieausweise auf Elektrogeräten. Wenn man sich eine Waschmaschine kauft, weiß man sofort, wie viel Energie verbraucht wird. Eher unwahrscheinlich, dass man als Konsument zu der Maschine mit dem schlechtesten Energieausweis greift, oder? Und genauso wäre das bei Fleisch, Fisch, Milch, aber auch bei Gemüse (also Avocados und Bananen – die btw immer noch einen besseren ökologischen Fußabdruck haben, als Fleisch). Ich finde den Ansatz super interessant.

Diese Grafik von Ecodemy zeigt die Ökobilanz von Kuhmilch verglichen mit Soja- und Hafermilch (Quelle: Ecodemy).

Hier findet ihr auch noch den Podcast von Deliciously Ella und J. Poore, der echt super ist.)

Ich verlinke euch auch noch den neuesten Bericht des IPCC (deutsche Version) vom 8. August 2019.

Um ehrlich zu sein, habe ich mich mit dem Thema aus der Umwelt-Sicht beschäftigt. Dann habe ich immer mehr darüber gelesen und Videos angesehen (auch ein paar Schlachtungen). Seit Oktober 2018 habe ich kein Fleisch mehr gegessen –wegen dem Umwelt-Faktor aber auch wegen der Tiere. Denn Fleisch essen  bedeutet Tiere töten. Ich bin nun an einen Punkt angekommen, wo es nicht mehr um Verzicht geht. Mir graust vor Fleisch und vor Schinken. Der Geruch von Schweinsbraten ist widerlich und ich frage mich immer mehr warum ich so lange gebraucht habe, um zu erkennen wie brutal es ist Fleisch zu essen. Warum werden in den Schulen keine Filme von Massentierhaltung gezeigt, aber Milch angeboten bzw. beworben? Warum ist es so normal eine Wurstsemmel zu essen? Warum schreibt keine Zeitung groß darüber, dass erst kürzlich FPÖ und ÖVP gegen das Ende der Beton Spaltenböden gestimmt haben?

Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige um so weniger Käse esse ich. Milch habe ich schon längst nicht mehr gekauft, Eier wenig bis gar nicht mehr. Wo noch ab und zu tierische Produkte konsumiert werden? Schokolade und Kuchen – oder beim Reisen ein wenig Käse auf der Pizza oder Milch im Eis. Aber auch das wird immer weniger. (Wobei ich nicht denke, dass ich jemals Mama’s leckeren Kuchen ablehnen werde)

Ich lasse euch hier noch ein paar Videos da.

Face the reality, oder meet your meat:

Dieses Video von der Animal Rights Watch konnte ich nicht bis zum Schluss ansehen. „Rinder, die mit Elektroschockern und Eisenstangen malträtiert werden, fehlerhafte Betäubungen und ein langsamer, qualvoller Tod: Solche Szenen sind nicht nur in Großschlachthöfen grausamer Alltag, sondern auch in kleinen, regionalen Betrieben. Das beweisen aktuelle Videoaufnahmen aus einem bio-zertifizierten Schlachthof  in Brandenburg. Bereits zum vierten Mal innerhalb eines Monats deckt Videomaterial von Tierschutzorganisationen damit schwere Tierquälerei in deutschen Schlachthöfen auf. Die Bilder zeigen drastisch, dass das Töten eines Tieres nie harmlos ist und dass es Fleisch nicht ohne Tierleid gibt – auch dann nicht, wenn es sich um »Premium-Fleisch« handelt. ARIWA fordert deshalb die Schließung aller Schlachthöfe. ARD und RBB berichten heute mit aktuellem Videomaterial von Animal Rights Watch (ARIWA).“

Was mich dabei am meisten ankotzt sind Menschen, die sich einreden, das Rind vom Bio-Bauernhof ist „besser“ als aus der Massentierhaltung. Watch this.

Und zu guter Letzt: EARTHLINGS – ich habe es nicht geschafft den Film bis zum Ende zu schauen, schaffst du’s?

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